15.12.2006 Rundbrief an
Sektion "Weiter- und Fortbildung"
Liebe Sektionsmitglieder,
zum wohl letzten Mal in diesem Jahr wende ich mich mit diesem
Rundbrief an Euch/Sie in der Hoffnung auf weitere konstruktive
und harmonische Zusammenarbeit.
Im Anhang finden Sie einen Artikel aus der Ärztezeitung
vom 04.12. und meine Betrachtungen zum abgelaufenen Jahr 2006.
Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Neues
Jahr.
Mandelbachtal im Dezember 2006
Dr. med. Wolfgang Kölling
P.S. Ein ZFA-Artikel unserer Kollegen E. Blauth und F. Peters-
Klimm wird demnächst auf die DEGAM-Homepage eingestellt
und mit unseren Sektionsmitteilungen verlinkt.
Ich bitte Sie alle, als Termin für unser nächstes Sektionstreffen
bereits jetzt
Mittwoch, den 28.06.2006
(voraussichtlich 14:30 Uhr - 17:00 Uhr in der Abteilung
für Allgemeinmedizin in Marburg)
vorzumerken.
Eine gesonderte Einladung mit Tagesordnung folgt rechtzeitig.
Mit freundlichen Grüßen
Mandelbachtal, den 04. April 2006
Dr. med. Wolfgang Kölling
03. April 2006
Rundbrief an die Mitglieder der Sektion
Weiter- und Fortbildung der DEGAM
Liebe Sektionsmitglieder,
im aktuellen Deutschen Ärzteblatt (Heft 13 vom 31. März 2006)
wurde auf Seite 828 das Thema "Allgemeine und Innere Medizin"
unter dem Titel "Warten auf das letzte Wort" behandelt.
Vier Jahre nach dem Rostocker Beschluss von 2002 haben 15
der 17 Landesärztekammern die Neue Musterweiterbildungsordnung
umgesetzt. Sie alle haben das Gebiet "Innere und Allgemeinmedizin"
in ihre Weiterbildungsstruktur übernommen. Fünf Ärztekammern
haben darüber hinaus den Facharzt für "Allgemeine innere Medizin"
generiert (Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen,
Rheinland-Pfalz, Thüringen).
Der BDI denkt offensichtlich weiter an ein Alternativmodell,
das neben dem Allgemeinarzt und dem Schwerpunktinternisten
den Allgemeininternisten für die Krankenhausversorgung vorsieht.
Sollte der Internist ohne Schwerpunkt sich irgendwann als
Hausarzt niederlassen wollen, so müsste er die entsprechenden
allgemeinmedizinischen Weiterbildungsinhalte zusätzlich erwerben.
Eine erneute politische Grundsatzdiskussion während des Deutschen
Ärztetages im Mai in Magdeburg soll jedoch nicht stattfinden.
Der Bundesvorsitzendes des Deutschen Hausärzteverbandes (Rainer
Kötzle) monierte die Sonderregelungen der fünf Landesärztekammern.
Der BDA hält am einheitlichen Hausarzt fest.
Auch die Länderbehörden, die die Weiterbildungsordnung der
Ärztekammern in Landesrecht umsetzen, dringen auf eine bundeseinheitliche
Bildungsordnung.
Es ist damit zu rechnen, dass das Thema "Allgemeine und Innere
Medizin" in den nächsten Jahren auch wieder den Deutschen
Ärztetag beschäftigen wird.
Mandelbachtal, den 03. April 2006
Dr. med. Wolfgang Kölling
30. März 2006
Rundbrief an die Mitglieder der Sektion
Weiter- und Fortbildung der DEGAM
Liebe Sektionsmitglieder,
am Mittwoch, dem 29. 03., habe ich an der PriMed-Fortbildungsveranstaltung
in Frankfurt a.M. teilgenommen.
Wie Sie sicherlich wissen, wurde dieses Konzept auch der DEGAM
angeboten. Der Vorstand hatte sich aber nach einer Präsentation
durch den Geschäftsführer (Herrn Rodewald) anlässlich unseres
letzten Jahreskongresses in Potsdam wegen offensichtlicher
Industrienähe von dieser Form eines Update-Events distanziert.
Es kam aber eine Zusammenarbeit mit dem Hausärzteverband und
dem IHF (Institut für hausärztliche Fortbildung) zustande.
Dabei ist es nach persönlicher Rücksprache mit dem Kollegen
Dr. Mühlenfeld (IHF-Vorstands- und DEGAM-Mitglied!) gelungen,
auf Inhalte und Präsentation Einfluss zu nehmen. Dementsprechend
fand "Produktwerbung" nach meinem Empfinden allenfalls in
einem Vortrag in bescheidenem Umfang statt (Venlafaxin).
Die Veranstaltung dauerte von 09:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Fünf
thematische Einheiten wurden jeweils von einem fachärztlichen
und einem hausärztlichen Kollegen referiert. Es ging um Vogelgrippe,
Angsterkrankungen, Typ-2-Diabetes, Asthma und die elektronische
Gesundheitskarte. Insgesamt ein durchaus interessanter und
praxisrelevanter Themenmix!
Bis auf den Beitrag des allgemeinärztlichen Kollegen Dr. Jarmatz
zur Vogelgrippe waren die Beiträge akzeptabel bis hervorragend
(Prof. Mehnert!). Der Jarmatz-Vortrag war vom fachlichen Gehalt
eher bescheiden, was der Referent durch einen für meinen Geschmack
aufdringlichen "schwarzen Humor", der dem Thema absolut nicht
angemessen war, auszugleichen versuchte.
Herr Professor Mehnert war für mich persönlich allein die
Reise nach Frankfurt wert. Sein Vortrag über Pathogenese,
Diagnostik, nichtmedikamentöse und pharmakologische Therapie
des Typ-2-Diabetes war fachlich souverän, im besten Sinne
humorvoll und gleichzeitig instruktiv. Besonders imponierte,
dass der "Altmeister der Diabetologie" mit jugendlichem Elan
völlig ohne Manuskript und Projektion äußerst lebendig und
zeitdiszipliniert vortrug. Erstaunlich auch, dass keine Präparate-Namen
genannt wurden und bzgl. der therapeutischen Intervention
ausdrücklich die Allgemeinmaßnahmen favorisiert wurden.
Das Gesamtkonzept könnte meines Erachtens noch deutlich verbessert
werden, wenn man der fachärztlichen Kompetenz (Spezialisten-Update)
jeweils einen hausärztlichen Referenten an die Seite stellen
würde, der das Thema auf unseren spezifischen Versorgungsauftrag
"herunterbrechen" und die Umsetzbarkeit unter Berücksichtigung
der primärärztlichen Arbeitsweise darstellen würde.
Herr Dr. Zimmermann vom Hausärzteverband war ein weitgehend
professioneller Moderator, der die Veranstaltung mit kleinen
Abstrichen routiniert leitete.
Insgesamt nahmen über 600 Kolleginnen und Kollegen an dieser
Veranstaltung teil, die somit im Fortbildungs-Portfolio durchaus
eine Sonderstellung einnimmt. Durch TED-Befragungen und Diskussionsblocks
(schriftliche Eingaben) wurde die Veranstaltung aufgelockert,
wobei über en zielführenden Sinn mancher Frage durchaus diskutiert
werden kann. Auch wenn der Vogelgrippe-Vortrag von Herrn Professor
Doerr etwas sehr fachspezifisch-virologisch und damit allzu
speziell war, erkannte man doch die Bemühung des Veranstalters,
die präsentierten Themen hausarztnah zu behandeln. Trotz des
für mich offensichtlichen Verbesserungspotentials erfüllte
der Tag wohl die Teilnehmer-Erwartungen; meine persönlichen
Befürchtungen nach dem Potsdamer Präsentationsgespräch ("Werbeveranstaltung"
der Industrie, "gekaufte" Referenten) haben sich zumindest
nicht bestätigt.
Mandelbachtal, den 30. März 2006
Dr. med. Wolfgang Kölling
08. Februar 2006
Rundbrief an die Mitglieder der Sektion
Weiter- und Fortbildung der DEGAM
Liebe Sektionsmitglieder,
nach einem langen Telefonat mit meinem Stellvertreter Professor
Thomas Lichte habe ich mich entschlossen, unseren Gedankenaustausch
als Diskussions-grundlage zusammenzufassen.
1. Weiterbildung:
Über den aktuellen Stand bzgl. der Umsetzung der Muster-Weiterbil-dungsordnung
habe ich bereits mehrfach berichtet. Die unterschiedlichen
regionalen Aktivitäten der Landesärztekammern haben sicherlich
mehr Verwirrung als Klarheit geschaffen; auch die europa-rechtlichen
Beden-ken wurden bereits ausführlich diskutiert. Aufgrund
der Aktivitäten des Internisten-Verbandes stellt sich für
die DEGAM perspektivisch die Frage, ob die gemeinsame Weiterbildung
"Innere und Allgemeinmedizin" überhaupt weiter verfolgt werden
soll, oder ob man den Separierungs-bestrebungen der DGIM den
Eigenständigkeitsanspruch der Allgemein-medizin entgegenstellt.
Die deutlichen Signale aus Niedersachsen (Abstimmungsniederlage
von Frau Dr. Gösmann) lassen auf auch künftig verhärtete Fronten
mit Par-tikularinteressen verschiedener Fraktionen schließen.
Dabei bleiben persönliche Qualifikation und berufspolitisches
Engagement bewährter Persönlichkeiten oft auf der Strecke.
In Angleichung an das europäische Weiterbildungsrecht wäre
auch eine Rückkehr zur vierjährig strukturierten Weiterbildung
im Gebiet Allge-meinmedizin durchaus eine Option, wenn die
entsprechenden WB-Inhalte spezifisch und qualifiziert auf
den hausärztlichen Versorgungsvortrag vorbereiten.
2. Fortbildung:
Wie Sie sicherlich in den Print-Medien verfolgt haben, hat
sich das Institut für hausärztliche Fortbildung (IHF) neu
strukturiert. Obwohl Thomas Lichte von seinem Vorstandsamt
zurückgetreten ist, bleibt die DEGAM personell unverändert
präsent. Auch Sandra Dunkelberg vertritt unsere Sektion dabei
ebenso qualifiziert wie engagiert.
Darüber hinaus hat Herr Kollege Sachtleben aus Pirmasens die
Fortbil-dungsdiskussion um die Variante einer so genannten
"Hausarzt-Akademie" erweitert. Hierbei könnten sowohl die
DEGAM-Leitlinien als auch die bisherigen Inhalte der Kursweiterbildung
Allgemeinmedizin Berücksich-tigung finden. Ein ähnliches Projekt
haben Thomas Lichte und Markus Hermann im Rahmen ihres Lehrauftrags
an den Universitäten Halle und Magdeburg gemeinsam mit KV,
Landesärztekammer und Hausärztever-band initiiert. Die gebietsspezifische
Fortbildung bezieht dort auch die Arzthelferinnen mit ein
und lehnt sich an die Konzeption eines "Royal College of General
Practitioners" an.
Diesbezügliche Aktivitäten sollen demnächst im Rahmen einer
Klausur-tagung (Vorstände von Hausärzteverband und DEGAM)
diskutiert werden.
3. Gesundheitspolitik
Wie wir den öffentlichen Protesten und der internen Diskussion
im List-server entnommen haben, ist die aktuelle gesundheitspolitische
Situation infolge von Überbürokratisierung, Leistungsbegrenzungen
und Honorar-schwund äußerst unerfreulich. Hier sollte sich
die DEGAM gemeinsam mit dem Hausärzteverband strategisch positionieren
und dabei neben der primärztl. Interessensvertretung insbesondere
die Versorgungsqualität in Deutschland in den Vordergrund
stellen.
Gerne würde ich oben stehende Gedanken im Rahmen eines Sektionstreffens
im Frühjahr weiter diskutieren.
Über diesbezügliche Interessensrückmeldungen und Terminvorschläge
würde ich mich ebenso wie über spontane Gedanken und Ideen
freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Mandelbachtal, den 07. Februar 2006
Dr. med. Wolfgang Kölling
08. August 2005
Rundbrief an die Mitglieder der Sektion
Weiter- und Fortbildung der DEGAM
Liebe KollegInnen,
wie in der Samstagausgabe der Ärztezeitung zu lesen war, versucht
unsere internistische "Schwester-Fachgesellschaft" (DGIM)
das Modell des Allgemein-Internisten mit Nachdruck durchzusetzen.
Hierzu wurden Arbeitsgruppen gebildet, die eine gemeinsame
internistische "Basisweiterbildung" für Hausärzte, Allgemein-Internisten
und Schwerpunkt-Internisten als sogenannten truncus communis
erarbeiten. Erst nach erfolgter Zwischenprüfung soll dann
die Möglichkeit der Differenzierung eröffnet werden.
Somit wäre die Innere Medizin als "Mutterdisziplin" etabliert;
Allgemeinärzt-Innen wären langfristig entgegen der aktuellen
politischen Maßgaben lediglich eine "Sektion" in der primärärztlichen
Versorgungsebene.
Angesichts der Entwicklungen in den letzten Monaten um die
auf den letzten beiden Ärztetagen beschlossene Weiterbildung
zum Arzt für "Innere und Allgemeinmedizin" und der eindeutigen
Aktivitäten der Internistenverbände sollten sich nun meines
Erachtens auch die allgemeinmedizinischen Verbände konzeptionell
äußern und eindeutig positionieren Die Besonderheiten unseres
Fachgebietes, die durch den spezifischen hausärztlichen Versorgungsauftrag
definiert sind, dürfen im Zuge einer wie auch immer gearteten
Novellierung der Musterweiterbildungsordnung nicht in Frage
gestellt werden. Der Facharzt für Allgemeinmedizin wird auch
in Zukunft der erste Ansprechpartner im haus-ärztlichen Versorgungsbereich
sein, die Weiterbildung muss ihn auf diese Aufgabe gezielt
und strukturiert vorbereiten!
Mandelbachtal, den 08. August 2005
Dr. med. Wolfgang Kölling
02. Mai 2005
Rundbrief an die Sektionsmitglieder der
Sektion "Fort- und Weiterbildung"
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sicherlich ist auch für Sie die Diskussion um die neue Weiterbildungsordnung
in den letzten Monaten zunehmend unübersichtlich geworden.
Ich versuche deshalb mit dem heutigen Rundschreiben ein aktuelles
Update:
Bekanntlich hat bereits der Deutsche Ärztetag in Rostock im
Jahr 2002 beschlossen, den neuen "Facharzt für Innere und
Allgemeinmedizin" mit fünfjähriger Pflichtweiterbildung zu
etablieren.
Bindend wird ein Ärztetagsbeschluss zur Änderung der WBO aber
erst durch die Umsetzung der einzelnen Landesärztekammern
und die entsprechende Genehmigung der Aufsichtsbehörden.
Die EU-Kommission sieht es aber als Diskriminierung zuwandernder
Ärzte an, wenn diese nur einen "unterrangigen" Titel führen
dürfen (z.B. "Praktischer Arzt"). So verlangt Brüssel, dass
in Deutschland zunächst der einheitliche Titel "Facharzt für
Allgemeinmedizin" für alle Hausärzte, und somit auch für die
dreijährigen weiter gebildeten "EU-Praktiker" eingeführt werden
muss. Stichdatum hierzu ist der 5. Mai, ansonsten droht ein
Vertragsverletzungs-verfahren mit einer Konventionalstrafe
in Höhe von 128 Millionen Euro!
Der Inhalt der Weiterbildung und die entsprechende Qualifikation
spielen dabei für Brüssel keine Rolle. Bayern war nun die
letzte Landesärztekammer, die ihre regionale WBO entpsrechend
der EU-Vorgaben geändert hat. Die Neuregelung ist vergleichbar
mit dem früheren "Dentisten-Beschluss".
Sobald nun alle Ärztekammern ihre Weiterbildungsordnungen
EU-kompatibel gemacht haben, kann die Bundesregierung die
neue Notifizierung "Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin"
nach Brüssel melden. Mit der Bekanntmachung im EU-Amtsblatt
heißen dann alle Hausärzte, also auch die eingewanderten EU-Praktiker
"Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin".
Status quo:
Am 01. August 2004 trat in Bayern die novellierte WBO in Kraft.
Bremen und das Saarland folgten am 01.April 2005. In Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist das Genehmigungsverfahren
der Aufsichtsbehörden abgeschlossen, so dass die Weiterbildungsordnung
in Kürze in Kraft gesetzt werden kann. In allen übrigen LÄK`s
außer Hessen (Beschluss voraussichtlich am 02.07.2005) laufen
die Genehmigungsverfahren.
Vorerst dürfen alle Hausärzte, auch nach der neuen WBO weitergebildete
Kolleginnen und Kollegen lediglich den Titel "Facharzt für
Allgemeinmedizin" tragen. Erst in einem zweiten Schritt kann
in Deutschland der gegenüber der EU notifizierte Titel "FA
für Innere und Allgemeinmedizin" proklamiert werden, also
nachdem die neue Facharztbezeichnung in allen Landesärztekammern
eingeführt und die Heilberufsgesetze der Länder geändert sind.
In letzter Instanz will die EU-Kommission juristisch klären,
wer in Deutschland mit welcher Qualifikation welchen Titel
führen kann. Mit einem Ergebnis ist bis Mitte Mai zu rechnen.
In der Hoffnung, dass ich die derzeitige Situation einigermaßen
verständlich transportieren konnte, grüße ich Sie alle ganz
herzlich aus dem sonnigen Saarland
Mandelbachtal, den 02. Mai 2005
Dr.med. Wolfgang Kölling
Muster-WBO
Obwohl die letzten beiden deutschen Ärztetage den neuen "Facharzt
für Innere und Allgemeinmedizin" beschlossen haben, kommt
es entgegen einer ursprünglichen Einschätzung der Bundesärztekammer-Rechtsabteilung
zu Umsetzungsproblemen.
Aktuell hat nun auch die Ärztekammer Nordrhein eine Weiterbildungsordnung
verabschiedet, nach der Hausärzte weiterhin lediglich die
Bezeichnung "Facharzt für Allgemeinmedizin" tragen können.
Bevor die vom Ärztetag beschlossene neue Bezeichnung geführt
werden kann, muss nämlich das Vertragsverletzungsverfahren
der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen
sein und die Regierung eine Mitteilung über den Ersatz der
Bezeichnung "Facharzt für Allgemeinmedizin" veröffentlicht
haben. Die EU-Kommission akzeptiert keinen Rechtsstatus, nachdem
parallele Bezeichnungen möglich sind.
Die Landesärztekammern haben somit keinen Ermessensspielraum,
weil nicht konforme Facharzt-Bezeichnungen mit den Heilberufegesetzen
nicht vereinbar sind und deswegen von den Aufsichtsbehörden
(Gesundheitsministerien) nicht genehmigt werden.
Infolge der langwierigen Querelen der letzten Monate und Jahre
stellt sich dabei für die hausärztlichen Fach- und Berufsverbände
die Frage, inwieweit die Umsetzung der Muster-Weiterbildungsordnung
überhaupt noch aktiv betrieben werden sollte. Diesbezügliche
Diskussionsbeiträge sind erwünscht.