DEGAM-Leitlinie des Monats

Die Leitlinienarbeit zählt zu den Herzstücken der DEGAM-Publikationen. In lockerer Reihenfolge stellen wir Ihnen an dieser Stelle für jeden Monat eine Leitlinie des Monats vor.

Das Schmankerl: Aus den Leitlinien-Teams schildert jeweils eine Autorin / ein Autor, was diese Leitlinie so besonders macht - und warum sie aus dem hausärztlichen Praxisalltag nicht wegzudenken ist.

August 2026: S1-Leitlinie Hitzebedingte Gesundheitsstörungen in der hausärztlichen Praxis

Hohe Temperaturen machen vielen Menschen zu schaffen. Nicht selten kommt es zu hitzebedingten Gesundheitsstörungen (zum Beispiel Hitzschlag) die Folge. Dabei gibt es wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen. Das Wichtigste fasst die Leitlinie zusammen.

Die Leitlinie befindet sich gerade in der Überarbeitung, ist allerdings noch gültig. Die Fertigstellung des Updates wird für Ende 2026 erwartet.

Das sagen Prof. Dr. med. Ralf Jendyk und Prof. Dr. med. Peter Maisel, Autoren der Leitlinie:

Das Highlight: Ein wichtiger Aspekt der Leitlinie ist, die hausärztliche Praxis dafür zu sensibilisieren, bei Hitzeerschöpfung und Hitzschlag die abwendbar gefährlichen Verläufe zu erkennen - insbesondere bei schwül-warmen Wetter. Die Leitlinien informiert darüber, dass der Hitzschlag mit einer hohen Mortalität einhergeht. Daher werden sowohl die Prophylaxe als auch Erkennen und Einleiten von entsprechenden Notfallmaßnahmen vorgestellt.

Wichtiger Praxis-Nutzen der Leitlinie: Die Leitlinie zeigt als Handlungsempfehlung wichtige Grundsätze der Notfallversorgung auf und gibt praktische Hinweise zur Durchführung. Insbesondere die Notwendigkeit, geeignete Kühlungsmethoden unmittelbar und konsequent einzusetzen, ist für die Betroffenen sehr wichtig (lediglich Reanimationsmaßnahmen haben Vorrang). Außerdem fasst die Leitlinie die wichtigsten Empfehlungen zur Identifikation besonders gefährdeter Personen sowie zur bestmöglichen Vorbeugung, z. B. durch Aufklärung, Verhaltenstipps oder Anpassung der Medikation, zusammen.