DEGAM-Leitlinie des Monats

Die Leitlinienarbeit zählt zu den Herzstücken der DEGAM-Publikationen. In lockerer Reihenfolge stellen wir Ihnen an dieser Stelle für jeden Monat eine Leitlinie des Monats vor.

Das Schmankerl: Aus den Leitlinien-Teams schildert jeweils eine Autorin / ein Autor, was diese Leitlinie so besonders macht - und warum sie aus dem hausärztlichen Praxisalltag nicht wegzudenken ist.

Juni 2026: S3-Leitlinie Nicht-spezifische Nackenschmerzen

Nackenschmerzen haben in der Regel keine gefährliche Ursache. Trotzdem gilt es, genau hinzuschauen, um die richtige Behandlung anzustoßen. Diese DEGAM-Leitlinie fasst die aktuelle Evidenz zusammengefasst.

Ein Mann in einem blauen T-Shirt hält seinen schmerzenden Nacken mit schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck.

Das sagt Prof. Dr. Thomas Kötter, Autor der Leitlinie:

Das Highlight: Das Selbstmanagement der Patient:innen spielt für die Besserung von nicht-spezifischen Nackenschmerzen die größte Rolle. Bewegung, Wärme, ggf. kurzfristige Selbstmedikation z.B. mit Ibuprofen führt bei vielen zu einer schnellen und anhaltenden Besserung.

Wichtiger Praxis-Nutzen: Die Leitlinie Nicht-spezifische Nackenschmerzen gibt praxistaugliche Empfehlungen für eine rationale Anamnese und körperliche Untersuchung. Sie stärkt Hausärzt:innen dabei den Rücken, im Sinne ihrer Patient:innen auf unnötige Diagnostik zu verzichten. Zu den gängigsten Therapieoptionen enthält sie aktuelle, evidenzbasierte Einordnungen. So können die meisten Patient:innen mit Nackenschmerzen in der hausärztlichen Praxis suffizient und abschließend versorgt werden.