DEGAM aktuell: Newsletter Juni 2026

Liebes DEGAM-Mitglied, liebe Kollegin, lieber Kollege,

nach dem Kongress ist ja bekanntlich vor dem Kongress… Kaum liegt der Bundesfortbildungskongress (kurz BAM) hinter uns, laufen die Vorbereitungen für unseren großen Kongress „Gesundheit gestalten – Gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen“ auf Hochtouren.

Zur Erinnerung: In diesem Jahr führen wir den Kongress in Zusammenarbeit mit drei weiteren medizinischen Fachgesellschaften vom 30. September bis 2. Oktober 2026 in Göttingen durch.

Falls Sie noch kein Ticket haben: Der Early-Bird-Tarif wurde gerade bis zum 12. Juli verlängert. Der Hintergrund ist, dass es aufgrund der Fülle an eingereichten Abstracts (über 1.000!) länger dauert, das Programm zusammenzustellen und wir Ihnen die Möglichkeit geben möchten, das Programm noch während der Frühbucher-Frist in Ruhe durchzuschauen. Das Programm wird Anfang Juli online sein.

Wir freuen uns darauf, Sie in Göttingen zu sehen – alle Infos zum Kongress finden Sie auf der Kongress-Website.

 

Mit besten Grüßen

Ihre  
Eva Hummers (Präsidentin)
Jutta Bleidorn (Vizepräsidentin)
Marco Roos (Vizepräsident)

Kongresse

Und es hat „BAM“ gemacht!

Zwei Tage voller Energie, Austausch und moderner Didaktik: Am 5. und 6. Juni 2026 fand in Berlin-Neukölln zum dritten Mal der Bundesfortbildungskongress Allgemeinmedizin (BAM) zur hausärztlichen Fortbildung statt. Veranstaltet wird der jährliche Kongress vom Institut für Hausärztliche Fortbildung (IHF) gemeinsam mit dem Hausärztinnen- und Hausärzteverband sowie der DEGAM.

Moderne Didaktik, aktuelle Evidenz

Das Konzept „mehr Sessions, mehr Bühne, mehr Beteiligung“ ist bereits im vergangenen Jahr aufgegangen – und konnte in diesem Jahr noch einmal deutlich ausgebaut werden: Mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Kongress bereits Monate vorher ausverkauft.

Mit diesem Fortbildungsangebot für das gesamte Praxisteam haben wir erneut gezeigt: Medizinische Fortbildung geht auch anders – ohne Hierarchien, ohne Frontalunterricht, ohne Pharma-Sponsoring. In diesem Jahr lag ein besonderer Schwerpunkt darauf, für alle Gesundheitsberufe in der hausärztlichen Praxis Fortbildungsangebote zu machen.

Und die Evidenz? Die kam nicht zu kurz – im Gegenteil: Leitlinien-Updates und thematische Sessions bildeten erneut das Herzstück des Programms. Autorinnen und Autoren gaben Einblicke in ihre Arbeit und berichteten auch vom gemeinsamen Ringen um die bestmögliche Evidenz.

Politisch denken und diskutieren

Auch gesundheitspolitisch wurde es interessant: Am Abend des ersten Kongresstages ging es unter der Überschrift "Ist das Arzt – oder kann das weg?" um die Frage, welche Aufgaben künftig in einem Primärversorgungssystem (noch) von Hausärztinnen und Hausärzten übernommen werden müssen – und welche vom Team?

Auf dem Podium des BAM kamen Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth (Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes), Prof. Dr. Eva Hummers (Präsidentin der DEGAM) und Patricia Ley (Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.) zu Wort.

Dank an das IHF und an die wissenschaftliche Leitung

Die gesamte Kongress-Organisation lag in den erfahrenen Händen des IHF. Die wissenschaftliche Leitung haben wieder Dr. Sandra Blumenthal-Beier (DEGAM), Ruben Bernau (Institut für Hausärztliche Fortbildung) und Prof. Dr. Christoph Heintze (Charité – Universitätsmedizin Berlin) übernommen.

Euch allen einen herzlichen Dank für diese beeindruckende Veranstaltung! Wir sehen uns im nächsten Jahr…

Leitlinienarbeit

SLQ-Sitzung in Berlin

DEGAM-Leitlinien, so weit das Auge reicht… Beim BAM-Kongress Anfang Juni in Berlin waren sie allgegenwärtig: als Herzstück des Programms und prominent vertreten durch die Sektion „Leitlinien und Qualitätsförderung“.

Dass die Leitlinienarbeit in der DEGAM von echtem Engagement lebt und sich stetig weiterentwickelt, zeigte einmal mehr die SLQ-Sitzung am 4. Juni 2026 im Vorfeld des BAM-Kongresses. Neben dem bewährten Austausch zu aktuellen Projekten stand diesmal ein besonderes Highlight auf dem Programm: ein intensiver Deep Dive in die GRADE-Methodik.

Schwerpunkt GRADE-Methodik

Warum das wichtig ist? GRADE entwickelt sich zunehmend zum Goldstandard der evidenzbasierten Leitlinienarbeit. Entsprechend wächst auch innerhalb der DEGAM der Bedarf, hier methodisch sicher unterwegs zu sein.

Für die Einführung konnten wir als Expertinnen gewinnen: Peggy Prien (ZI) sowie Nadine Steuvesand und Justine Güldenpfennig aus der CGS-Gruppe brachten nicht nur die Grundlagen verständlich auf den Punkt, sondern machten die Methodik in praxisnahen Übungen direkt erlebbar. In Kleingruppen wurde diskutiert, bewertet und empfohlen – ganz im Sinne von GRADE.

Energie und Begeisterung für Leitlinien

Das Feedback war durchweg positiv. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit für intensiven fachlichen Austausch. Die Mischung aus Input und praktischer Anwendung kam sehr gut an. Die Sitzung machte deutlich, wie viel Energie und Begeisterung in der DEGAM-Leitlinienarbeit steckt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen ist geplant, künftig verstärkt methodische Schwerpunkte in die SLQ-Sitzungen zu integrieren. Damit wird die DEGAM ihre Leitlinienarbeit nicht nur fachlich, sondern auch methodisch weiter stärken und die Aktiven bestmöglich auf die zukünftigen Anforderungen der Leitlinienentwicklung vorbereiten.

Save the Date: Info-Veranstaltung im November 2026

Neugierig geworden? Es ist zwar noch ein bisschen hin, aber am 11. November findet online die nächste Info-Veranstaltung zur Leitlinienarbeit der DEGAM statt, um kurz & knapp zu vermitteln, warum es sich für alle lohnt, bei den Leitlinien mitzuarbeiten. Mehr Infos hier.

Umfragen

Jetzt mitmachen: Umfrage Inhalativa

In der hausärztlichen Versorgung verursachen inhalative Arzneimittel die höchsten CO2-Emissionen. Wie gehen Sie in der hausärztlichen Praxis mit Inhalativa um? Wie beraten Sie? Was verordnen Sie?

Mit einer kurzen, unabhängigen Umfrage möchte das Aktionsbündnis Inhalativa die Empfehlungs- und Beratungspraxis rund um Inhalativa besser verstehen und dazu beitragen, die Verordnung von Inhalativa patientenfreundlich und klimabewusst zu gestalten. Die DEGAM unterstützt die Arbeit des Aktionsbündnisses ausdrücklich.

Hier geht es zur Umfrage (Dauer: 10 Minuten).

Inhalativa als Emissionstreiber

Zur Einordnung: Auch wenn es auf den ersten Blick nicht viel zu sein scheint, gehört das Gesundheitswesen in Deutschland mit rund fünf Prozent zu den entscheidenden Treibern der CO2-Emissionen. Im hausärztlichen Bereich entsteht der größte CO2-Fußabdruck durch die Verordnung von Medikamenten, insbesondere durch inhalative Arzneimittel (Dosieraerosole), die vor allem bei Asthma und chronisch obstruktiver Bronchitis verordnet werden.

Breite Unterstützung

Das Aktionsbündnis, das sich für eine klimabewusste Verordnung dieser Inhalativa stark macht, wird von zahlreichen Organisationen aus dem Gesundheitswesen unterstützt, darunter von BKK Dachverband, DEGAM, DGIM, Deutsche Atemwegsliga, DGP, Hausärztinnen- und Hausärzteverband und Umweltbundesamt.

Hier geht es zur Umfrage (Dauer: 10 Minuten).

DEGAM-Podcasts

ZFA Talks: Akuter Husten

Husten = oft Symptom eines normalen Atemwegsinfektes und damit häufiger Beratungsanlass in der hausärztlichen Praxis. Aber es kann eben auch anders sein:

In der neuen Episode vom Podcast ZFA TALKS (in Zusammenarbeit mit Springer Medizin und moderiert von Anika Aßfalg) ordnet Hausarzt PD. med. Felix Holzinger ein, wie akuter Husten evidenzbasiert, pragmatisch und leitliniengerecht abgeklärt werden kann.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Warnzeichen dürfen nicht übersehen werden? Diskutiert werden zentrale Red Flags wie Atemnot, Zyanose oder eine verminderte Sauerstoffsättigung. Felix Holzinger erklärt, wie bereits Anamnese, Allgemeinzustand und Vitalparameter entscheidende Hinweise liefern können.

Kurz zusammengefasst: Eine Podcast-Folge für alle, die akuten Husten schnell und sicher einordnen möchten.

Alle DEGAM-Mitglieder hören den Podcast (nach Registrierung) bei Springer Medizin hier kostenlos. Alle anderen können die ZFA TALKS zugangsfrei auf allen gängigen Podcast-Plattformen hören.

Networking

DEXIMED: Interviews, Podcasts, Rabatte

Neues von unserem Kooperationspartner DEXIMED: Inzwischen werden die DEGAM-Leitlinien nicht nur wie gewohnt in zahlreichen Artikeln vorgestellt, sondern auch in Interviews mit Leitlinien-Autorinnen und -Autoren besprochen.

Seit diesem Jahr gibt es außerdem den Podcast „Weiterbildung Allgemeinmedizin“ von DEXIMED, in dem regelmäßig über Krankheitsbilder aus der Praxis gesprochen wird – auch dabei werden unsere DEGAM-Leitlinien thematisiert. Den Podcast kann man ohne Zugangsbeschränkung über alle gängigen Plattformen hören, z.B. hier.

Angebot für DEGAM-Mitglieder

Für alle, die unseren Kooperationspartner DEXIMED noch nicht kennen: DEXIMED ist eine werbe- und pharmafreie Online-Plattform für die hausärztliche Praxis und liefert symptomorientierte Krankheitsartikel mit Diagnosen und Therapiemöglichkeiten auf der Grundlage aktueller Leitlinien.

DEGAM-Mitglieder profitieren von einem Rabatt auf den DEXIMED-Jahrespreis. Um den Rabatt zu beantragen, füllen Sie bitte dieses Formular aus.

Weitere Informationen finden Sie auf DEXIMED.