DESAM-Summerschool: Hausärztlicher Nachwuchs setzt sich mit Klimawandel und Gesundheit auseinander

18. September 2026

26 Medizinstudierende haben sich bei der 15. DESAM-Summerschool in Augsburg mit den Folgen des Klimawandels für die hausärztliche Versorgung beschäftigt. In fünf Tagen ging es unter anderem um Hitzeschutz, vulnerable Patientengruppen und nachhaltige Arztpraxen. Die Teilnehmenden konnten zahlreiche wichtige Impulse für ihren Weg in die Allgemeinmedizin mitnehmen.

Wie verändert der Klimawandel die hausärztliche Versorgung? Was ist wichtig, um Menschen mit besonders hohen Risiken gerecht zu werden? Wie wird die eigene Praxis nachhaltiger? Um diese und weitere Fragen ging es bei der 15. Summerschool Allgemeinmedizin der Deutschen Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DESAM) vom 14. bis 18. September 2026 am Universitätsklinikum Augsburg.

In Workshops, Diskussionen und praxisnahen Skills-Labs beschäftigten sich die Studierenden unter anderem mit gesundheitlichen Folgen des Klimawandels, lokalen Gesundheitsrisiken, Hitzeschutz und der Frage, wie eine nachhaltige „grüne Praxis“ aussehen kann. Ergänzt wurde das Programm durch Best-Practice-Beispiele aus der hausärztlichen Versorgung.

Hausärztlicher Nachwuchs übernimmt Verantwortung

„Wir haben uns sehr gefreut, 26 motivierte Medizinstudierende eine Woche lang für das wichtige Zukunftsthema Klimawandel und Gesundheit zu gewinnen. Unser Motto ‚Wenn’s heiß wird: Hausärzt:innen mit kühlem Kopf und klarem Kompass‘ war angesichts Hitzewellen dieses Sommers aktueller denn je. Auch mit unserer Expertise im Bereich Environmental Health Sciences konnten wir in Augsburg ein praxisnahes Programm gestalten“, erklärt Prof. Marco Roos, Mitglied im Stiftungsvorstand der DESAM, Vizepräsident der DEGAM sowie Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Augsburg. Das Institut hat die Summerschool gemeinsam mit der DESAM für interessierte Medizinstudierende in den klinischen Semestern ausgerichtet.

Die Summerschool zeigte dabei nicht nur, welche Herausforderungen der Klimawandel für die Gesundheitsversorgung mit sich bringt, sondern auch, welche Handlungsmöglichkeiten sich für Hausärztinnen und Hausärzte ergeben. Die Studierenden diskutierten engagiert, brachten eigene Perspektiven ein und erprobten konkrete Ansätze für die spätere Berufspraxis. So konnten die Teilnehmenden am Ende der Summerschool nicht nur viel neues Wissen, sondern auch wichtige Impulse für ihren eigenen Weg in die Allgemeinmedizin mitnehmen.

„Die Allgemeinmedizin lebt davon, gemeinsam auf dem Weg zu sein. Der Klimawandel war lange kein relevantes Thema für die Medizin, doch wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir einen positiven Gegenentwurf entwickeln, um auch diesen Weg – für eine klimasensible Gesundheit – gemeinsam zu gehen“, fasst Benedikt Weidner (8. Semester, Mannheim) als Teilnehmer das Thema der diesjährigen Summerschool zusammen.

Die Summerschool hat erneut deutlich gemacht, wie groß das Interesse junger Medizinerinnen und Mediziner an einer zukunftsorientierten Allgemeinmedizin ist – sowohl die engagierte Teilnahme als auch die offene, positive Atmosphäre stehen dafür, dass sich die Allgemeinmedizin auf einen motivierten Nachwuchs freuen kann.

 

Pressekontakt:

Natascha Hövener, DEGAM-Pressesprecherin
Telefon: 030 – 20 966 98 16, E-Mail: presse@degam.de

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Schumannstraße 9, 10117 Berlin, http://www.degam.de
Präsident: Prof. Dr. med. Eva Hummers (Göttingen)

Deutsche Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Schumannstraße 9, 10117 Berlin, http://www.desam.de
Vorsitzender: Prof. Dr. med. Ferdinand M. Gerlach (Frankfurt)

 

Über die DEGAM / DESAM

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft. Ihre zentrale Aufgabe ist es, die Allgemeinmedizin als anerkannte wissenschaftliche Disziplin zu fördern und sie als Rückgrat der Patientenversorgung weiterzuentwickeln. Die Aktivitäten der Nachwuchsförderung werden überwiegend durch die Deutsche Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DESAM) realisiert.

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