Gesundheitssystem unter Druck: Medizin-Kongress diskutiert interdisziplinäre Antworten
Mehr als 1.000 eingereichte Abstracts, Hunderte von Beiträgen und bis zu 20 parallele Sessions: Der Kongress „Gesundheit gestalten – Gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen“ vom 30. September bis 2. Oktober 2026 in Göttingen setzt schon jetzt Maßstäbe. Gemeinsam mit drei weiteren Fachgesellschaften lädt die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zum großen interdisziplinären Austausch ein.
Steigende Kosten, eine vergleichsweise niedrige Lebenserwartung, wenig Verhältnisprävention und wachsende soziale Ungleichheiten stellen das deutsche Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Lösungsansätze und neue Impulse stehen im Mittelpunkt des interdisziplinären Kongresses in Göttingen. Das Programm bietet zahlreiche Gelegenheiten, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen fachübergreifend zu diskutieren. Erstmals richtet die DEGAM ihren Jahreskongress gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), dem Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk) und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) aus.
Breites Themenspektrum
Die gemeinsame Jahrestagung bringt Perspektiven aus Allgemeinmedizin, Public Health, Sozialmedizin, Medizinsoziologie und Evidenzbasierter Medizin zusammen: „In der Programmgestaltung haben wir ganz bewusst auf Vielfalt gesetzt – denn dafür steht die Allgemeinmedizin. Von neuer Forschung und Künstlicher Intelligenz über sozialmedizinische Themen bis hin zu Metathemen und Methodik ist alles dabei. Besonders wichtig war uns, dass viele Symposien und Workshops Wissenschaft zum Anfassen und Mitdiskutieren erlebbar machen“, kommentiert Prof. Dr. Eva Hummers, Präsidentin der DEGAM und Direktorin des ausrichtenden Instituts für Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin Göttingen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Soziale Gesundheit: „Gesundheit und Krankheit entstehen immer auch in der lebensweltlichen Wirklichkeit der Menschen. Gesundheit ist damit ein gesellschaftliches Gut, wird aber allzu oft auf das Individuum und dessen Eigenverantwortung beschränkt. Die gemeinsame Tagung bietet die Möglichkeit, über Gesundheitsförderung und Prävention aus einer breiteren gesellschaftlichen Perspektive nachzudenken und dabei sowohl sozial bedingte gesundheitliche Ungleichheit als auch die verfügbare oder noch zu entwickelnde Evidenz für wirksame Prävention in den Blick zu nehmen", ergänzt Prof. Dr. Dr. Christian Apfelbacher, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGSMP.
Bürger:innentag und Junge Perspektiven
Weitere Highlights sind neue Formate wie der „Bürger:innentag“, der entwickelt wurde, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zu stärken. Ebenfalls neu ist die Rubrik „Junge Perspektiven“: Sie richtet sich gezielt an den wissenschaftlichen Nachwuchs, bietet jungen Forschenden ein gemeinsames Forum und einen geschützten Rahmen für den Austausch und macht zugleich die Bandbreite aktueller Forschungsarbeiten innerhalb der Fachgesellschaften sichtbar.
Das vollständige Programm finden Sie auf der Kongress-Website.
Save the Date – Einladung Pressekonferenz
Bitte merken Sie sich den Termin für unsere Pressekonferenz zum Kongress vor: Mittwoch, 30. September (9 Uhr), Universität Göttingen. Weitere Infos zu den Schwerpunkten der Pressekonferenz werden rechtzeitig bekannt gegeben. Anmeldung bitte per Mail: presse@degam.de
Pressekontakte:
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
Natascha Hövener, Pressesprecherin
Telefon: 030 – 20 966 98 16, E-Mail: presse@degam.de
Schumannstraße 9, 10117 Berlin: www.degam.de
Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk)
Karsta Sauder
Telefon: 030 – 30 833 660, E-Mail: sauder@ebm-netzwerk.de
Schumannstraße 9, 10117 Berlin: www.ebm-netzwerk.de
Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
Edmund Fröhlich
Telefon: 0151 – 724 311 40, E-Mail: froehlich@dgsmp.de
Schumannstraße 9, 10117 Berlin: www.dgsmp.de
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
Anja Köchelmann
Telefon: 0345 – 557 1171, E-Mail: anja.knoechelmann@medizin.uni-halle.de
Institut Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin Halle, 06112 Halle: www.dgms.de