Das leere Sprechzimmer - Themenschwerpunkt 2025

Aus dem Exil zurück nach Deutschland?

Ein leerer Schreibtisch mit einem Bäder Almanach, einem Notizblock und einer Lampe.

Das Erinnerungsprojekt das "leere Sprechzimmer" ist eng mit den jährlichen DEGAM-Jahreskongressen verbunden: In Vorbereitung auf den Kongress 2025 in Hannover wurde in einem Workshop (Leitung Dr. Thomas Maibaum) im Mai 2025 an der Frage gearbeitet, wie sich die Schicksale und Lebenswege von ins Exil getriebenen jüdischen Ärztinnen und Ärzten weiterentwickelt haben.

Im Fokus stand die Frage der "Remigration", also der Rückkehr jüdischer Ärztinnen und Ärzten nach Deutschland – ein weitgehend unbekanntes Kapitel, zu dem bisher eher wenig geforscht wurde. Zum einen, weil nur wenige überhaupt emigrieren konnten und schließlich zurückkehrten. Zum anderen wurden solche Lebenswege eher in Biografien aufgegriffen, eine wissenschaftliche Auseinandersetzung gab und gibt es bisher kaum.

Die Ärzte Zeitung (30. August 2025) hat über den Workshop berichtet: "Klar wurde allen Beteiligten: Die Rückkehr war für die jüdischen Ärztinnen und Ärzte keine Rückkehr ins alte Leben und in aller Regel bedeutete sie auch kein Happy End. Es war eine Rückkehr ins Land der Täter, mit denen sie sich wieder arrangieren, mit denen sie wieder zusammenleben." Hier kommen Sie zum ganzen Artikel.

Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Symposium beim DEGAM-Kongress vom 1. bis 3. Oktober 2025 in Hannover vorgestellt und diskutiert. Auch eine begleitende Ausstellung mit Audio- und Videomaterial wird gezeigt. Mehr Infos auf der Kongress-Website.

Weitere Materialien

Mehr Informationen zum Themenschwerpunkt 2025 im Artikel der Ärzte Zeitung vom 30. August 2025: „Das leere Sprechzimmer“: Die Rückkehr jüdischer Ärztinnen und Ärzten aus dem Exil im Fokus